Postkarten sind ein schönes Mittel, die Daheimgebliebenen neidisch zu machen, wenn man sich in fremden Ländern mehr oder weniger verdienterweise die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Seit gut 5 Jahren erhalte ich von Urs in unregelmässigen Abständen Postkarten, wenn er sich eine Auszeit gönnt. Ich freue mich jeweils sehr – auch wenn ich diesen Urs überhaupt nicht kenne.

Urs und ich

Ich war erst einmal erfreut, als mir Urs seine erste Postkarte geschickt hat. Urs hat sich bei der Wahl des Postkartensujets bestimmt Mühe gegeben – ein sehr bunter Papagei aus Brasilien. Mein Neid war ihm sicher!

Im Gegensatz zu Urs wähle ich für meine eigenen Feriengrüsse seit ein paar Jahren die digitale Variante mit der Post-App. Ich lade ein selber geschossenes Handy-Bild hoch und verfasse einen Text, nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang, weil das Tippen auf dem kleinen Screen ein mühsames Unterfangen ist.

Urs‘ Variante ist sehr persönlich, obwohl er eine vorgedruckte Postkarte verschickt, kommen seine Grüsse handschriftlich bei mir an. Meine Variante hingegen hat den Vorteil, dass die Karte am Tag nach meiner Eingabe bei meinen Empfängern ankommt. Dafür mit Neunpunkt-Arial-Text und Werbung von der Post. Ausserdem sind die Papageien, die ich mit dem Handy fotografiere, nur als kleine schwarze Punkte am Horizont zu erkennen.

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