Mit Snipcart einen Shop erstellen

Nachdem wir einige Shops mit Systemen wie Magento aufgesetzt hatten und damit Erfahrungen sammeln durften, hat es uns gereizt herauszufinden, was die Community an WooCommerce findet. Die Lösung ist der WordPress-Community vorenthalten, also haben wir weiter gesucht.

Dürfen wir vorstellen? Snipcart. Der Shop passt sich in bestehende Websites ein und befriedigt auch Schweizer Einkaufsbedürfnisse.

Snipcart beschreibt ihr Produkt selber als «A powerful Shopping Cart Platform for Developers» – also für Entwickler. Tatsächlich ist Snipcart für Entwickler ein tolles Werkzeug. Aber auch du als Händler wirst deine Freude daran haben.

23. März 2020

Text: Pascal Widmer

Was ist Snipcart? 

Wir müssen zugeben, dass es für TYPO3 keine eigene E-Commerce-Lösung gibt, die wir unseren Kunden mit gutem Gewissen verkaufen würden. Man stösst schnell an Grenzen.

Snipcart hingegen ist eine Shopping-Cart-Lösung, die auf JavaScript basiert. Sie lässt sich einfach in bestehende Websites oder Landing-Pages integrieren, ohne dass viel Programmieraufwand anfällt. 

Die Produkte können auf der Website erstellt werden, die Logik des Shops ist dagegen in die Cloud ausgelagert. Website und Cloud sind mit API-Schlüsseln miteinander verbunden.

Snipcart kann auch Warenbewirtschaftung: dein Lagerbestand wird automatisch reduziert, wenn über deine Website ein Verkauf erfolgt ist.

Produkte im Web verkaufen

Integriert sich in jede Technologie und jedes System 

Der Knüller zuerst: Snipcart lässt sich in sozusagen jede bestehende Website integrieren. Mittels Webhooks und API-Schnittstelle braucht es nur ein wenig Konfiguration, damit du Produkte und virtuelle Waren auf deiner Seite verkaufen können.

Also lassen sich Systeme wie Neos oder TYPO3 um einen voll funktionstüchtigen Shop erweitern!

Integriert sich in jede Technologie und jedes System

Flexible Produkte 

Produkte lassen sich direkt auf der Website verwalten. 

Das Produkt kann in allen Varianten konfiguriert werden. Du kannst ein T-Shirt zum Beispiel mit Farbe, Grössen und personalisierter Mitteilung verkaufen. Jedes mit unterschiedlichem Preis und individuellem Lagerbestand.

Produkte lassen sich direkt auf der Website verwalten.

Eigener Bestell-Prozess 

Deinen Bestellprozess kannst du verwenden, um spezifische Kundeninformationen zu sammeln. 

Du möchten wissen, ob du dem neuen Kunden einen Newsletter zustellen darfst? Du möchten erfahren, wie der Neukunde von dir erfahren hat? Füge dem Prozess ein eigenes Feld hinzu, damit es während dem Bestellprozess ausgefüllt werden kann.

Deinen Bestellprozess kannst du verwenden, um spezifische Kundeninformationen zu sammeln.

Abos 

Stelle deinem Kunden wiederkehrende Rechnungen – also Abonnemente – zur Verfügung.

  • Bestimme deinen eigenen Zahlungsrhythmus
  • Unlimitierte Pläne und unbeschränkte Konfigurationsmöglichkeiten
  • Erstelle auf einfache Weise wiederkehrende Rechnungen
  • Sehe die Zahlungshistorie jederzeit ein
  • Erfasse und Verwalte Internationale Mehrwertsteuersätze
  • Verkaufen Abonnemente und Produkte zu jeder Zeit
Stelle deinem Kunden wiederkehrende Rechnungen

Digital Commerce ohne Hürden 

Snipcart versteht deinen Brand. Mit einfachem CSS lässt sich der Shop an Deine geltenden Gestaltungsrichtlinien anpassen.

Deine Kunden bleiben während des Einkaufs immer auf deiner Website.

Snipcart versteht deinen Brand

Dashboard für einfaches Management 

Für die Warenbewirtschaftung bietet Snipcart ein komfortables Dashboard an, in dem Verkäufe, Bestellungen und Kunden verfolgt werden können.

Auch deine Kunden erhalten ihr eigenes Dashboard. So können sich wiederkehrende Kunden einfach einloggen, um mit viel Komfort weiter einzukaufen.

Produkte im Web verkaufen

Payment Gateways 

Snipcart erlaubt Zahlungen mit Stripe, PayPal, Paymill, Authorize.net, Braintree Payments, Mollie, Pin Payments, Paysafe. 

Stripe und PayPal dürften für Schweizer Kunden primär von Interesse sein.

Schade ist, dass kein Verkauf auf Vorauskasse möglich ist. Snipcart kann aus solchen Verkäufen keinen Gewinn ziehen, verständlicherweise hat man diese Möglichkeit also nicht ins System mit eingebaut. 

Produkte im Web verkaufen

Fazit 

Wir empfehlen Snipcart jenen, die eine existierende Website haben, aber sich scheuen, das Budget für eine eigenständige Shop-Lösung aufzuwerfen.

Snipcart ist in nullkommanichts installiert.

Man kann das bestehende CMS «davon überzeugen», ein vollständiger Shop zu werden. Eine einfache statische Website wird zur reifen Verkaufsplattform, während eine komplexe Corporate-Website einfach erweitert werden kann, ohne die Agentur und das Budget verrückt zu machen. So kann man Services und Dienstleistungen monetarisiert.

Shop-Features? Cool!

Snipcart kann viele Dinge, die man von einem ausgeklügelten Shopping-System erwartet. Weil vieles der Arbeit in der Cloud stattfindet, ist der Bedienkomfort gross und die Geschwindigkeit des Backends flink.

Das Back-Office ist ausgedacht und sauber organisiert. Statistiken zeigen, wo man aus kaufmännischer Sicht steht.

Der Preis? Ganz OK!

Für alle Verkäufe fallen 2% Kommission für Snipcart an. Ein fairer Preis, wenn man weiss, was dedizierte Payment-Gateways in der Schweiz kosten können. 

Zusätzlich zur Kommission kommt natürlich der Betrag, der für den Payment-Provider fällig ist. Bei Stripe sind das z.B. 2,9% + 0,3$ pro Transaktion.

Gut 5% also, die man für den Shop-Betrieb und die Zahlungsmöglichkeit auf der eigenen Website rechnen muss. 

Wem Magentocommerce zu aufwendig ist, die Grenzen von WooCommerce hingegen zu eng gesteckt sind, der wird in Snipcart einen Shopping-Cart finden, der flexibel, schön, schnell und günstig einzubinden ist.